Meine Güte, ich komme an so besondere Orte durch meine Brennnesselkurse, diesmal ins Paartal in Bayern. Der Seminarort Steinerskirchen, ein landwirtschaftlicher Betrieb der
Herz-Jesu-Missionare, spirituell, ökologisch. Dort liefebn gleichzeitig verschiedene Kurse von Meditation bis zum Schmieden und mein Brennnessellkurs, mit so starken und bewussten
Frauen. Organisiert von Helmut Löffler vom Kräuterkeller mit Unterstützung von Birgit Külzer, die ich beide beim Heilpflanzenkongress in Bad Aibling im letzten Jahr kennen gelernt habe.
Leider war wieder viel zu wenig Zeit, all die Menschen und was sie tun, um die Welt schöner und heiler zu machen, kennen zu lernen.
Mein Programm war wieder umfangreich: Ernte, Kordel drehen, Räucherbuschen, Traumfänger, Papier schöpfen und Spinnen. Fasern aufbereiten und welche Stängel für was geeignet sind, ist
immer das Hauptthema, um Zuhause weiter machen zu können. Nebenbei meine Lieblingsheilanwendung und Aktivierung von Körper und Geist mit den brennenden Brennnesseln, die Urtifikation. Viele
der Teilnehmerinnen geben selbst Kräuterkurse oder Kreativkurse mit Naturmaterial. Viele hatten bei Helmut Pfeiffer schon eine Kräuterausbildung gemacht, einige selbst schon Bücher
geschrieben über Kräuter und Rezepte mit Kräutern. Deshalb hatten wir zum Abschluss eine Runde gemacht, wo jeder seine Lieblingsanwendung oder Rezept mit Brennnessel genannt hatte. Helmut
hatte für uns einen Brennnesselsamen-Honig-Aufstrich gemacht, die angerösteten Brennnesselsamen zusammen mit dem Waldhonig schmecken richtig lecker-nussig und es duftete im Raum. Am Samstag
haben wir das Mittagessen des Hauses genießen dürfen, ökologische Zutaten aus dem landwirtschaftlichem Betrieb. Am Sonntag haben wir uns selbst versorgt, damit wir zeitlich flexibler waren,
Alexandra hat sogar eine Torte für Sonntagnachmittag mitgebracht und auch sonst wurden wir von Helmut und Birgit die ganze Zeit gut mit Getränken und Knabbersachen versorgt. Danke!
Wir hatten wieder Glück mit dem Wetter, am ersten Tag sogar Sonne und es war gar nicht so kalt. Am zweiten Tag Nebel, was gut für die Fasern zum Spinnen war, sie müssen ein bisschen feucht
sein, damit man sie gut verspinnen kann.
Jetzt bin ich wieder zu Hause und werde mir erst bewusst, wie besonders der Ort und die Menschen dort waren. Die über 500 Jahre alte Eiche, die Quelle, Friedensglocken aus Bomben hergestellt,
eine pflanzliche Kläranlage, viele Gebetsorte, ein Ort der Begegnung und der Ruhe ... und überall Brennnesseln.
Es ist immer ein bisschen anstrengend, die Fahrt, Staus, Regen und Nebel ... wenn das Leben immer bequem ist, ist es auch langweilig. Also vielen dank, dass ich immer wieder herausgefordert
werde und immer wieder Neues kennen lernen darf.




















