Moni, Marianne und Birgit sind zusammen aus dem Oberschwäbischen zu mir gefahren, um die Fasern der Brennnessel kennenzulernen. Ich habe gemerkt, dass drei Menschen in meiner Küche gut Platz haben, ich mir in so einer kleinen Gruppe die Namen merken kann und ich trotz des straffen Programms auch die Teilnehmerinnen etwas kennenlernen konnte. So fühlte es sich für mich wie ein Treff unter Freundinnen an, das war wirklich schön, danke!
Wir mussten aufpassen, dass wir nicht zuviel abschweiften, denn die drei wollten an einem Tag möglichst viel verschiedenes machen. Wir haben es geschafft, von der Ernte, Faseraufbereitung, Kordel drehen für ein Armband, Schlingtechnik für einen Traumfänger und einen Beutel und sogar das Spinnen im Schnelldurchgang auszuprobieren. Wir konnten Draußen zu Beginn viele gute Stängel ernten, die sie dann auch mit nach Hause nehmen konnten.
Wir waren fast die ganze Zeit vor dem Ofen, draußen war es kalt, ich war noch nicht ganz fit von einer Erkältung, insbesondere die Hände wurden beim Spalten der Stängel draußen kalt. Bei Gruppen mit fünf Menschen, wurde es früher drinnen schnell zu laut und eng. Zu dritt war es gemütlich und wir saßen am liebsten auf dem Boden.
Am Tag zuvor schien die Sonne sehr schön, eigentlich hatte ich gehofft, auch beim Kurs draußen die Fasern abziehen zu können. Aber mit den Kartons zum Sammeln der Schäben, ging es auch in der Küche gut. Ich hatte am Tag vorher für das Brennnesslcurry auf dem Sportplatz sehr viele, ganz niedrig wachsende Löwenzahnblüten gefunden. Sodass ich noch einen Löwenzahnblütensalat anbieten konnte. Im Dezember! Das schmeckte unglaublich gut. Dazu folgt noch ein weiterer Beitrag mit dem Rezept, dass es natürlich auch im Löwenzahnbuch geben wird, dort aber unter dem Kapitel Frühling.
Vielleicht kommen die Freundinnen wieder, um alles noch zu vertiefen, oder um noch Papier zu schöpfen. Alle drei sind selbst natur- und menschenverbindend aktiv. Sei es mit energetischer Textilherstellung, im Waldkindergarten oder einfach generell im Haushalt und Kunsthandwerk. Gern hätte ich mehr darüber erfahren. Doch der Tag war so schnell vorbei.
Da das Ganze so schön war, biete ich das gerne auch für andere an. Also wenn sich zwei oder drei Freundinnen zusammentun, kann ich gern öfter so einen Kurs anbieten. Fragt einfach per Kontaktformular nach einem Termin und weiteres, ab Ende Februar geht es wieder bei mir.









