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Löwenzahnwurzeln und noch viel mehr im Februar

 

Zurück aus Kreta, um mich hier wieder zu erden, habe ich Wurzeln gegraben. Es war gar nicht so einfach Löwenzahnwurzeln zu finden. Wo das Gras länger ist, sind die noch unscheinbaren Blattrosetten kaum zu finden. Dafür sprangen mir die rötlichen Blätter der Nachtkerze ins Auge. Die ersten beiden hatten gar keine Wurzel mehr, die Blätter waren quasi lose in der Erde, Wühlmäuse haben sie wohl schon gegessen. Feinschmecker! Die nächste hatte schöne Wurzeln, so zart und lecker hatte ich noch nie diese Wurzel genossen. Es kommt wirklich immer sehr auf den Zeitpunkt an. Für Löwenzahn ist es noch sehr mühsam, sie schmecken aber gut und vor allen reicht schon ein wenig, um direkt zu merken wie sie den Magen und den ganzen Körper stärkt. In meinem Löwenzahnbuch gibt es viele Rezepte und Hinweise, wofür die Wurzel gut ist und wie man sie erntet und verarbeitet. Das Buch ist grad noch in der Druckerei. Bald ist es soweit!
Man muss übrigens grad beim Löwenzahnschauen genau schauen, der Wiesenpippau wächst oft beim Löwenzahn und die Blattrosette sieht ganz ähnlich aus, er hat aber keine Pfahlwurzel.
Die Schinkenwurz, wie die Wurzel von der Nachtkerze auch heißt, weil sie beim kochen rötlich wird, werde ich zu einem Rohkostsalat verarbeiten. Wie schön, dass es auch im Winter immer etwas zu finden gibt. Schnittlauch, Brennnessel und Kresse hab ich auch gefunden.
Bei einem zweiten langen Spaziergang wollte ich schauen, ob der Bärlauch schon herausgekommen ist. Kleine Blätter gibt es schon! Jetzt ist die Zeit, wo die Blätter des Aronstab die gleiche Farbe haben und verwechselt werden könnte, die Triebe kommen allerdings eingerollt aus der Erde, die Blattform verändert sich auch schnell. Aronstab brennt höllisch im Mund, wer sich ein wenig auskennt, erkennt ihn aber und so kann man schon die ersten Blätter des Bärlauch sammeln. Bei mir bewirken die ersten Blätter des Bärlauch leichte Schweißausbrüche, manchmal extremen Speichelfluss im Mund, Bärlauch regt den Kreislauf und Organe an.
Ich hab natürlich noch Anderes gefunden: ein paar letzte, brauchbare Brennnesselstängel für Fasern, Weiden- und Hartriegelzweige für Ringe um Traumfänger aus Brennnessel in meinen Kursen zu machen oder für Pusteblumenobjekte während meiner neuen Seminare mit Löwenzahn. Brennnesseltriebe nehm ich auch mit, sie sind aber noch sehr klein.
Außer den Schneeglöckchen blüht auch schon der Märzenbrecher, der März ist nah ... heute war der Wind auch schon frühlingshaft.
Die Baumpilze fühlen sich sehr weich an. Man sollte Pflanzen oft berühren, es findet ein Informationaustausch statt, so hat es mir ein Kräuterkundler auf Kreta gesagt und ja, so empfinde ich es auch.
Nach längerer Zeit habe ich in dieser Woche außerdem ein Video auf Youtube veröffentlicht. Dort zeige ich, wie man im späten Winter Löwenzahnwurzeln findet, ausgräbt und verwendet. Für mich hat damit die Löwenzahnsaison angefangen, die Wurzeln sind wirklich sehr gesund, leber- und magenstärkend und auch roh und gebraten sehr lecker. Mein Buch kommt dann ja auch bald raus, die Werbung beginnt, es haben schon einige Redakteure von Zeitschriften angefragt. Ich bin schon ganz aufgeregt und neugierig, wie es ankommt und was es bewirken wird bei mir und anderen.

 

Hier das Video wie ich Löwenzahnwurzeln grabe