Gestern hatte ich meine Kamera mitgenommen, um mal zu schauen, was ich so an Wundern in der Natur festhalten kann. Es flogen dann sofort als ich im Murrtal losging ein Fischreiher, ein Milan und zwei Enten über mich hinweg, doch zu schnell, um sie gut fotografieren zu können. Dann ist mir gleich aufgefallen, wie grün alles ist, und schon länger beeindrucken mich die vielen Grüntöne und die Strukturen der Pflanzen.
Also habe ich meine Aufmerksamkeit auf das Grün gelenkt. Grün ist eine heilsame Farbe, sie beruhigt, sie erdet. Farben wirken auf unser Gemüt, auf unsere Seele und Farben werden auch für Heilzwecke eingesetzt. Auch deshalb tut ein Spaziergang in der Natur so gut.
Die Sinne zu entwickeln, immer mehr zu sehen und zu erkennen, auch dass gelingt in der Natur gut. In der Stadt ist man meist überfordert mit all den Eindrücken, mit dem Lärm, den oft grellen Farben und Lichtern, den unharmonischen Formen und Strukturen. Dort muss der Mensch eher filtern, seine Sinne dämpfen. Kopfhörer gegen den Lärm, Brillen und auch vor zu starken, unnatürlichen oder unangenehmen Gerüchen, will man sich manchmal schützen.
Wie schön ist es also in der Natur bewusst, Farben, Formen, Gerüche und auch die Klänge dort wahrzunehmen. Das geht natürlich nur, wenn man alleine unterwegs ist. Wenn man seine Sinne so entwickelt ist es auch immer leichter Pflanzen zu erkennen. Mir geht es so, dass ich manche Pflanzen, die ich sonst nur ganz von der Nähe, oder gar nur mit Lupe erkannt habe nun schon von weitem an der Farbe oder Struktur erkenne. Oder die Gerüche, momentan duftet der Holunder sehr und man bemerkt seine Anwesenheit bevor man ihn sieht.
Spannend finde ich auch, wie sich die Farbe der Blätter verändert, wenn ein Blatt stirbt, das Chlorophyll, das Blut der Pflanzen verschwindet. Dann bleiben die gelben und roten Pflanzenfarbstoffe
übrig und es entstehen noch einmal unendlich viele Farben.
















































